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SAUER MACHT LUSTIG

Geschrieben von Jutta Liehr

 

Nach anfänglich zögerlichen Anmeldungen bei DJ Alf fanden sich am 1. Mai doch immerhin sechs Teilnehmer zum Ausnutzen des guten Sauer-Pegels am Bootshaus ein.

Ein Boot, sechs Paddel und vier Paddler fanden Platz in Alfreds rollendem Wohnzimmer. Der in Trier startende, immerhin aus zwei Fahrzeugen bestehende Konvoi bot dank der auf dem Dach von Alfreds Fahrtzeug verzurrten fünf bunten Boote einen durchaus pittoresken Anblick.

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In Bollendorf, das von Gruppen von Jakobsweg-Pilgern durchwandert wurde, zwängten sich alle in Neopren. Nachdem ein weiterer Paddler zu uns gestoßen war, ging es mit zwei Fahrzeugen weiter nach Reisdorf, wo beim Fußballfeld unter Zirtaki-Klängen aus der Beschallungsanlage einer Gruppe von Grillern die Boote zu Wasser gelassen wurden.

Thomas übernahm die Rolle des Lumpensammlers und Alfred die des Schwarmführers. Es wurde ein bisschen Seilfähre geübt, es wurde ein bisschen Kehrwasser geübt, vielleicht nicht immer lehrbuchmäßig und erfolgreich, aber bei guter Stimmung. Hindernisse waren bis auf einige Felsbrocken, eine kleine Insel und schon recht zahlreich vorhandene Leihkanus nicht zu umfahren.DSC09204

 

Ein dem ursprünglichen Besitzer entkommener Basketball wurde von Alfred gerettet und von Zoran adoptiert.

 

 

 

 

 

Da am 1. Mai die Badesaison eröffnet wird, musste sich ein Teilnehmer noch für einen nassen Ausstieg opfern, der taktischerweise kurz vor der Ankunft in Bollendorf  inszeniert wurde.

Die ca. 12 km von Reisdorf nach Bollendorf waren so schnell vergangen, dass nach der Ankunft in Bollendorf auch noch etwas Zeit blieb, einer Gruppe von Jakobsweg-Pilgern eine Vorlesung in Lateinisch (Paddler-Latein) zu halten.

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Um der olfaktorischen Spur der Fritten-Scheier folgen zu können, entledigten sich alle ihrer verschwitzten Neopren-Sachen. Die in Reisdorf stehenden Fahrzeuge wurden nachgeholt und die kurze Sauer-Tour bei Curry-Wurst, Fritten, Gerstensaft und Anekdoten aus dem Fundus zurückliegender Touren abgeschlossen.

Südfrankreich ist `ne schöne Stadt

L’Orb

13-tägige Paddeltour der TKF

 

Bereits am Montag den 25. März machten sich einige Mitglieder des TKF, die besonders heiß aufs kühle Nass des bekannten Wildwasserflusses „Orb“ im Süden Frankreichs waren, auf den Weg ins frühlingshafte Gebiet „Languedoc Roussillon“.

Fast 100 km Wildwasser wurden von der 19-köpfigen Gruppe auf den Flüssen „Orb“ und seinen zum Zeitpunkt Hochwasser führenden Nebenflüssen „Jaur“ und „Mare“, mit Wildwassern von Stufe 1-4 mit viel Spaß und nötigem Respekt gepaddelt. Wie immer gab es neben gut geführten Touren auch Möglichkeiten zum Feiern am Lagerfeuer, zur Erkundung nahegelegener Wanderpfade und idyllischer Städtchen, sowie zum stillen Genuss des Anblicks traumhafter Panoramen der südfranzösischen Alpenlandschaft nahe Montpellier.

Für Wow-Erlebnisse und Glücksgefühle sorgten sowohl die „Paddelanfänger“ als auch die anwesenden „Könner“ mit diversen Überraschungen und spektakulären Einlagen innerhalb und Außerhalb des Bootes.

Sei es beim Wellensurfen im Mittelmeer,

Lukas Meerder Zubereitung kulinarischer Hochgenüsse, Oli Kochen

Wasserfall

atemberaubenden Wasserfallbefahrungen,

 

 

 

Singen am Lagerfeuer,

 

 Feu

 

 

 oder sonstiger Kajak-Action.

Weitere Bilder in der http://www.kanufahrer.de/blog/foto-galerie/

 

Alles in Allem eine Fahrt, die den Beteiligten sichtlich Spaß am Paddeln, am Zusammensein und einiges an Muskelkater bescherte.

 

Fahrtenleitung: Karl-Alois Romberg, tatkräftig von Familie und Freunden unterstützt – Tarassac, Camping Municipal.

 

Mit freundlichen Grüßen

Alex & Anke

 

Grünkohlfahrt 2013

Liebe Paddelfreunde

die Trierer Kanufahrer möchten Euch herzlich zur Grünkohlfahrt 2013 am 9. März 2013 in Trier einladen.

 Um Euch die persönliche Planung des Wochenendes etwas zu erleichtern, haben wir ein vorläufiges Programm erarbeitet.

 

Freitag 8. März 2013

Anreise der auswärtigen Teilnehmer mit Einrichten der Bootshausschlafplätze im frisch renovierten Schlafsaal.

Abendessen in Form von Selbstverpflegung im Bootshaus oder in den angrenzenden Lokalen.

 

Samstag 9. März 2013

 Ab                    Gemeinsames Frühstück ( in Buffetform ) mit vielen leckeren Sachen incl.

8:00 Uhr       Rucksackverpfegung für die Kanutour

9.00 Uhr       Verladen der Boote

9.15 Uhr        Abfahrt der Teilnehmer an der Grünkohlfahrt zur Einsatzstelle in Rosport / Luxembourg ( gegenüber von Wintersdorf )

10:00 Uhr     Einsetzen der Boote am Startpunkt in Rosport und Start zur Tour nach Trier

15:00 Uhr     Eintreffen der ersten Fahrer am Ziel in Trier

Ab                    Gibt es im Bootshaus Köstlichkeiten von der Kuchentheke sowie Kaffee

15:30 Uhr     bis zum Abwinken.

17:00 Uhr     Traditionelles Grünkohlessen mit knackigen Würstchen und frischem Baguette.

Anschl.           Gemütliches Beisammensein bei anregenden Gesprächen und ebensolchen Getränken.

 20:00 Uhr    Ende der Veranstaltung

 

Der Unkostenbeitrag beträgt nur 15 € und beinhaltet alle aufgeführten Leistungen.

Eventuelle Übernachtungskosten für DKV-Mitglieder in Höhe von 5 € pro Nacht müssen separat bei unserer Hausmeisterin entrichtet werden. Gleiches gilt für den persönlichen Verzehr von Bier, Wein oder alkoholfreien Getränken aus dem Vereinskühlschrank.

 Natürlich können Boote auch direkt zur Einsatzstelle gebracht werden. Nach Abschluß der Tour wird ein Shuttle-Bus eingestzt, um die geparkten Autos in Rosport abzuholen.

Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen ist die Fahrt nur für erfahrene Kanuten mit der entsprechenden Wärmeschutzkleidung zu empfehlen.

 

Wir hoffen, dass Euch das Programm zusagt und freuen uns schon auf ein tolles gemeinsames Kanuwochenende mit Euch bei hoffentlich schönem Paddelwetter.

 

Mit vielen Grüßen                                                                                                   

Gottfried Heinzmann           

Wanderwart

Trierer Kanufahrer 1948 e.V.

Tel.: 0651 2548 1   Mob.: 0152 5676 1111

E-Mail: gottfried.heinzmann@kanufahrer.de

 

     

 

Bericht zur Weinleselanstreckenfahrt ” Gruß aus Luxemburg”

12. – 14. Oktober 2012

 

Weinleselangstreckenfahrt

 

 

Der größte Teil der diesjährigen Teilnehmer der Weinleselangstreckenfahrt ist am Freitagabend bereits wohnlich eingerichtet, sei es im Zelt auf der Vereinswiese, sei es im Wohnmobil auf dem Parkplatz der benachbarten Trierer Ruderer oder im Schlafraum, im Hantelraum oder auf dem Dachboden des schönen Bootshauses der Trierer Kanufahrer.

Abends gegen halb acht geleitet Karli Romberg als Leitwolf ein stattliches Rudel bildungshungriger Paddler zur Porta Nigra, wo Dorothe Michels schon wartet, um uns die mehrtausendjährige Stadt und einige ihrer prominenten Bürger nahezubringen.

Sie beginnt mit den Treverern und Kaiser Augustus, die sich im ursprünglichen Namen der kurz vor Christi Geburt gegründeten Stadt Augusta Treverorum verewigen. Sie bringt uns die erste Glanzzeit der Stadt, die als urbs opulentissima, als äußerst wohlhabende Stadt, in der zeitgenössischen Reiseliteratur auftaucht, nahe. In dieser Zeit, den ersten zwei Jahrhunderten nach Christi Geburt, erlebt die Stadt einen gewaltigen ersten Bauboom, der der Stadt einige weltkulturerbeverdächtige Bauwerke beschert. Dazu gehört neben der Porta Nigra auch die – seit Stadtgründung mittlerweile dritte – Römerbrücke, die wir einen Tag später unterpaddeln werden.

 

Dorothe Michels stellt uns Bischof Poppo von Babenberg und den Mönch Simeon vor, der sich nach seiner Reise mit Poppo ins Heilige Land als Eremit in der Porta Nigra einmauern lässt und der unmittelbar nach seinem Tod von Poppo heiliggesprochen wird (seinerzeit ging das noch schneller als heutzutage).

 

Sie erzählt von Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena, denen wir die Doppelkirche verdanken, auf die der heutige Dom zurückgeht. Beim zerbrochenen Domstein gefällt die Legende natürlich besser als die Wahrheit. Der Legende nach lässt sich der Teufel vom Architekten breitschlagen, für das größte Wirtshaus der Welt vier schwere Granitsäulen von jeweils 65 Tonnen Gewicht aus dem Odenwald fliegenderweise zum Dom zu schaffen. Als er beim Anflug mit der letzten Säule erkennt, dass er beim Bau einer Kirche statt eines Wirtshauses geholfen hat, wirft er erbost die Säule auf den Dom, verfehlt ihn knapp und hinterlässt mit der zerbrochen vor dem Domeingang zu liegen kommenden Säule den Stein des Anstoßes für ein Gedicht, das vermutlich eine erkleckliche Anzahl Trierer Schüler in den vergangenen 35 Jahren einmal als Strafarbeit hat auswendig lernen müssen. Glücklicherweise haben wir mit Karli einen in der Wolle gefärbten Trierer Jungen unter uns, der uns dieses Kleinod des Trierischen in bestem Trierer Platt vorträgt.

 

Om Duhmstaan sei mer romgerötscht,                            Luxem

Et waor net emmer ginstig.

De Box zeröss, de Kaap verlor,

De Kopp zerschonn, blutrinstig.

Kaom eich dann haam, dao wosst eich gleich

eich braucht kann Red’ ze haalen,

eich braucht blus guden Dag ze saon,

de anneret soot mein Ahlen.

Roff de Trepp

schlich eich  mich off den Ziewen,

Doch mein Klepp

die sein net ausgebliewen.

 Als wir unseren abendlichen Bildungsspaziergang vor der Basilika, die von den Trierern Basilllika genannt wird (so wie der Palast-Garten unter den Trierern als Palllastgarten bekannt ist), beschließen und Dorothe Michels ihren wohlverdienten Applaus spenden, brandet auch unter der auf dem Basilikavorplatz in Wochenendstimmung vereinten Jugend Applaus auf, den Dorothe Michels huldvoll entgegennimmt.

 Etwas verfroren, aber guter Stimmung kehren wir zurück an die Mosel, wobei ein Schwung in Richtung der pittoresken Gastronomiebetriebe am Zurlaubener Ufer abschwenkt und der andere Teil sich der Erlangung der nötigen Bettschwere durch den Genuss örtlicher Weine im Aufenthaltsraum des Bootshauses widmet.

Nach dem samstäglichen Frühstück brechen die Hartgesottenen, die Teilnehmer der 50-km-Tour, um 8:30 h zu ihrer Einsatzstelle in Mettlach auf. Die Kurzstreckenfahrer, die nur 27 km vor der Brust haben, können noch eine Stunde dem reichhaltigen Frühstück frönen.

 

Wir Kurzstreckenfahrer setzen beim Ruderverein Saarburg ein. Zunächst überqueren wir die Saar und beugen unser Haupt in Demut, um die Brücke über die Leuk unterqueren zu können. Zwischen der fast 15 m hohen Tümpelsmauer zur Linken und dem Mühlengebäude zur Rechten fahren wir in den Leukkessel ein, in den sich die Leuk über einen 18 m hohen Wasserfall ergießt. Von dort haben wir einen wunderbaren Blick auf den Wasserfall, die Mühlräder und die Traube von Touristen, die hoch über uns mit ihren Kameras stehen.

Nach diesem kurzen touristischen Intermezzo paddeln wir uns die drei Kilometer saarabwärts bis Schoden warm und trainieren beim Umtragen der Boote in das Altwasser der Saar unterhalb des Wehrs auch ein wenig die Beinmuskeln. Das leicht strömende Altwasser des als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Wiltinger Saarbogens mit seinen wenigen Schwällen spült uns nach knapp acht idyllischen Flusskilometern unterhalb der Schleuse Kanzem wieder in die kanalisierte Saar. Von der  Ortslage Kanzem , die durch den Bau des knapp drei km langen Saarabkürzungskanals zu einer Insel zwischen dem Altwasser und dem Saarkanal wurde und sich seither als Wein-Insel touristisch vermarket, bekommen wir lediglich einige rückwärtige Häuserfassaden zu sehen.

Unterhalb der Schleuse Kanzem findet der Saarkanal wieder in das alte Flussbett zurück. Rechter Hand liegt beim Zusammenfluss von Altwasser und kanalisierter Saar der kleinste Ortsteil von Konz, der malerische Weiler Hamm, der seinen Namen seiner Lage am Saarbogen verdankt, da Flusskrümmungen im Mittelalter „Hamm“ hießen. Hoch oben steht der Heilige Nikolaus und weist uns mit ausgestrecktem Arm den Weg in Richtung Mosel.

Schleuse

Nach gut vier Kilometern, auf denen die Saar dank eines kräftigen Windes mit spektakulärem Herbstlaub-Ballett aufwartet, sichten wir die Brücken, die den Zusammenfluss von Saar und Mosel ankündigen. Nach einer kurzen Rast am rechten Moselufer, nach der Alfred, der bisher den Tross anführte, und Burkhard, der bisher die Rolle des „Besenwagens“ übernommen hatte, die Rollen tauschen, führt Burkhard die Gruppe Richtung Sportbootschleuse Trier. Diese erweist sich nach ihrer erfolgreichen Generalüberholung vor nur wenigen Wochen als außer Betrieb, so dass über die zum Teil lauschig mit dicken Moosteppichen belegte Betonrampe umgetragen wird.

Nach knapp zwei Kilometern grüßt uns wieder ein heiliger Nikolaus, und zwar von der aus rotem Sandstein gebauten Römerbrücke aus. So manch ein Paddler, dem mittlerweile die Arme schwer geworden sind, mag sich gefragt haben, ob diese rote Brücke die Brücke ist, über die man vom Bootshaus aus sich die Blechkolonnen des morgendlichen und abendlichen Berufsverkehrs bewegen sieht. Schnell wird dem Paddler mit den schweren Armen klar, dass es nicht die herbeigesehnte Brücke in der Nähe des Bootshauses ist. Aber nach nur anderthalb weiteren Kilometern unterqueren wir die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Uns winkt eine warm eingehüllte weibliche Gestalt, die geduldig in einem auf einer Buhne zwischen den Bootshäusern der Trierer Ruderer und der Trierer Kanufahrer plazierten Klappstuhl auf uns gewartet hat.

Es folgen, wie versprochen, Kaffee und Kuchen bis zum Abwinken, und eine Stunde später der Einzug der 50-km-Gladiatoren. Nach dem gemeinsamen Abendessen ergeben sich die anregenden Gespräche bei ebensolchen Getränken von selbst, wobei alles – in vino veritas – der Wahrheit entspricht, denn man hat noch nie von Paddlerlatein gehört.

Nach dem sonntäglichen Frühstück, bei dem wieder einmal mehr Kalorien angeboten werden, als durch die bevorstehende 27-km-Tour abgepaddelt werden können, brechen wir in lockeren Gruppen auf in Richtung Detzem. Die Mosel führt etwa zwanzig cm mehr Wasser als am Vortag. Die leichte Strömung auf den ersten Kilometern erleichtert das Warmpaddeln. Auf der Fahrt vorbei an Pfalzel, Quint, Schweich, Longuich, Riol sehen wir tatsächlich noch vereinzelt Menschen, die Trauben lesen, so dass die Weinlesefahrt ihren Namen zu Recht tragen darf. Auch ist von einer Paddlerin zu berichten, die ihre Erstsichtung eines Eisvogels feiern darf.

Gegen 13 Uhr schleust die erste Gruppe und wird nach dem Ausstieg einen Kilometer unterhalb der Schleuse Detzem Zeuge, wie Burkhard schwanenflüsterergleich einen verärgerten Schwan dazu bewegt, sein Heil in der Flucht zu suchen.

Nachdem die Boote verladen sind und der erste Schwung Paddler im Vereinsbus Richtung Trier unterwegs ist, setzt der bereits für den Wochenendanfang angedrohte Regen ein. Beim nachmittäglichen Resteverzehr wird Bilanz gezogen, werden Adressen ausgetauscht und Absichtserklärungen abgegeben für die nächste gemeinsame Paddeltour, gute Wünsche für eine sichere Heimreise ausgetauscht. Opfer gibt es bis auf eine in der Mosel versenkte Kamera nicht zu beklagen.

Es bleibt noch, den Trierer Kanufahrern für das ereignisreiche Wochenende, die beiden schönen Touren, die gute Organisation, das reichhaltige Essen, die Gastfreundschaft zu danken. Danke auch an Gottfried, die graue Eminenz im Hintergrund, den unermüdlichen Dispatcher. Der Name ist hier Programm – Heinz(el)mann. Und danke an all die nicht namentlich bekannten fleißigen Helfer.

Bis bald.

 Salutations sportives.

 - jutta -

 

Weinleselangstreckenfahrt vom 12. – 14. Oktober 2012

Liebe Vereinsmitglieder

 

Hiermit möchte ich Euch zu unserer diesjährigen Weinleselangstreckenfahrt vom     12. – 14. Oktober 2012 in Trier einladen.

 Um Euch die persönliche Planung etwas zu erleichtern, habe ich ein vorläufiges   Programm erarbeitet.

 xx

 

Freitag, 12. Oktober

 

20:00 Uhr    Rundgang durch die Trierer Innenstadt mit einer einheimischen Stadtführerin

 

 

 

 

Samstag, 13. Oktober

 Ab  7:00 Uhr             Gemeinsames Frühstück ( in Buffetform ) mit vielen leckeren Sachen

                                            incl. Rucksackverpflegung für die Kanutour

8:00 Uhr                      Verladen der Boote für die Langstreckentour ( 50 km )

8:30 Uhr                      Abfahrt der Teilnehmer an der Langstreckentour zur Einsatzstelle in Dreisbach / Saar

9:00 Uhr                     Verladen der Boote für die Kurzstreckentour ( 25 km )

 9:30 Uhr                    Abfahrt der Teilnehmer an der Kurzstreckentour zur Einsatzstelle in Saarburg

 10:00 Uhr                  Einsetzen der Boote am Startpunkt in Dreisbach

 10:30 Uhr                  Einsetzen der Boote am Startpunkt in Saarburg beim Ruderverein

 15:00 Uhr                  Eintreffen der ersten Fahrer am Ziel in Trier

 Ab  15:30 Uhr          Gibt es im Bootshaus Köstlichkeiten von der Kuchentheke sowie

                                           Kaffee bis zum Abwinken

 18:30 Uhr                   Großes Abendessen mit einem kaltwarmen Buffet

 Anschl.                        Gemütliches Beisammensein bei anregenden Gesprächen und ebensolchen Getränken

 

 Sonntag, 14. Oktober

 

Ab  8:00 Uhr            Gemeinsames Sonntagsfrühstück ( wieder in Buffetform ) mit noch mehr köstlichen Sachen incl.    

                                           Unterwegsstärkung  für die heutige Fahrt

9:00 Uhr     

-                                          Start der Sonntagstour zur Staustufe in Detzem / Mosel

9:30 Uhr                      

13:00 Uhr      

-                                            Rücktransport der Teilnehmer und Boote von Detzem nach Trier

15:00 Uhr

15:30 Uhr                      Großes Restevertilgen im Bootshaus ( Aufgewärmtes schmeckt bekanntlich am Besten )

18:00 Uhr                      Ende der Veranstaltung

 

Der Unkostenbeitrag für beide Tage beträgt nur 25 € ( 1 Tag = 15 € ) und beinhaltet alle aufgeführten Leistungen.

Anmeldeschluss ist Freitag, der 6. Oktober 2012

Ich hoffe, dass Euch das Programm zusagt und freue mich schon auf ein tolles gemeinsames  Kanuwochenende mit Euch bei hoffentlich schönem Paddelwetter.

 

Gottfried Heinzmann      Wanderwart       Trierer Kanufahrer 1948 e.V.

Tel.: 0651 25481                 Mobil: 0152 5676 1111                   E-Mail: gottfried.heinzmann@kanufahrer.de

Paddeltour quer durch Norditalien

Eine Paddeltour quer durch Norditalien 2011

Geschrieben von Christel Grundheber

Bilder gibt es in der Foto-Galerie

Mit dem Auto und dem Kajak auf dem Dach fahre ich  über den Gotthardtunnel nach Pavia zum Campingplatz . Von dort soll es also auf dem Ticino losgehen. Ich sehe mir noch die Brücken an, und trotz niedrigen Wasserstandes sind alle Brücken relativ gut befahrbar.

Morgens um 7 Uhr fahre ich zur Einstiegsstelle, lade alles ab, fahre das Auto zum Campingplatz zurück, wo es die nächsten Wochen erstmal stehen wird.

Endlich setzte ich ein und paddele vorbei an Pavias Häuserfronten, an Fischern und Hausbooten. Vorbei an schönen Parkähnlichen Landschaften genieße ich die Ruhe auf dem Fluss. Plötzlich nach ca. 10 km mischen sich braune Schwebewolken und Schaum unter das vorher so klare Wasser und es fängt zu stinken.

Der Ticino ist in den Po geflossen.

Vorbei an einer jetzt eher eintönigen Flusslandschaft mit Kiesabbau paddele ich weiter und beschließe heute so weit wie möglich zu paddeln in der Hoffnung, dass die Wasserqualität wieder besser wird. Nach einer kurzen Mittagsrast an einem kleinen Restaurant mit Bootsanleger, es ist sehr heiß komme ich gegen Abend an Piacenza vorbei.

Die Wasserqualität ist immer noch sehr schlecht, ob das wohl an der vorherigen Trockenperiode liegt? Nach 92 km  lege ich bei Flusskilometer 338 an einem kleinem  Rasthof an, und habe hier die Möglichkeit mich im garten kalt mit dem Wasserschlauch abzuduschen.

Was für ein Genuss, klares kaltes sauberes Wasser.

Der Wirt erlaubt mir dort zu übernachten und nach einem Nuddelgericht und 2 Gläsern Wein geht es mir wieder besser und die Verständigung mit den Anwesenden sehr netten und hilfsbereiten Gästen  klappt auch irgendwie.Irgendwann gegen Morgen kehrt Ruhe ein und ich Schlafe tief und fest.

Morgens gegen 9 Uhr nach einem zum Entsetzten des Wirtes kräftigem Frühstück geht es weiter und oh Wunder das Wasser wird deutlich besser, der Gestank auch. Gegen Mittag erreiche ich S.Nazzarro , und da das dortige Restaurant zu hat fahre ich weiter zur Schleuse. Die Schleuse ist nicht in betrieb und kurzerhand ladet eine Gruppe junger Italiener mein Kajak und mich in Ihren Kleinlastwagen und wir  umfahren die Schleuse. Auf den Schultern tragen sie dann mein vollgeladenes Kajak über steile Eisentreppen wieder hinunter an den Fluss .Das hätte ich alleine nur Mühsam geschafft.

Immer wieder überrascht mich die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Italiener.

Der PO sieht jetzt wieder aus wie ein normaler Fluss und riecht auch wieder nach Fluss. Fahre an Cremona vorbei (der Ausstieg zum dortigen Campingplatz ist der mit den 2 senkrechten Stangen) und bei einer Rast an einem Ausflugslokal gönne ich mir mein erstes Eis und einen Cappuccino.

Es ist wieder sehr heiß und faul lasse ich mich vom Wasser treiben an zahlreichen Sandbänken und badenden vorbei bis ich am Abend nach 59 km auf einer Sandbank mein Zelt aufschlage und die Ruhe genieße, Schlafe lange und fahre erst gegen 9 Uhr los und treffe gegen 11 Uhr in Castelmaggiore ein.

Es ist schon wieder sehr heiß.

Im dortigen Club darf ich duschen, ein Genus. Es sind jetzt schon über 30 Grad. Sehe mir das kleine nette Städtchen an, und nach Einkauf und. Mittagessen lege ich mich in den Park in den Schatten. Gegen späten Nachmittag paddele ich weiter an schönen Landschaften, aber auch immer wieder an Industriegebieten mit Sandverladung vorbei. Das Flussufer ist jetzt deutlich kultivierter mit vielen kleinen Bootsanlegern, und gegen Abend nach 53 km suche ich mir wieder eine Sandbank auf der ich mein Zelt aufschlage und direkt einschlafe.

Am morgen geht es wieder weiter vorbei an vielen Sandbänken, bis ich in einer kleinen Seitenbucht anlege und nach einer Bar frage. Kurzerhand werde ich zu einem Cappuccino und Teilchen mit nach Hause genommen, die Menschen hier sind einfach unglaublich. Dasselbe passiert mir auch am Nachmittag wieder als ich an einem Bauernhof nach dem Nächsten Laden frage, der zu weit weg ist .und kurzerhand Brot und Schinken und natürlich Wein vorgesetzt bekomme.

Zum Abschlussbe komme ich noch ein Brot und eine Flasche Wasser mit. Gastfreundschaft hat hier noch einen ganz anderen Wert. Zurück am Fluss treffe ich ein deutsches Pärchen mit einem Kanu und zusammen paddeln wir weiter. Gegen Abend nach 53km legen wir an und die Einladung zum essen nehme ich gerne an.

Nach einem luxuriösen Essen, in so ein Kanu passt erstaunlich viel herein, falle ich in mein Zelt. In der Nacht regnet es und auch am Morgen und ich baue schnell mein Zelt ab und Sitze wieder im Kajak. Ringsum dunkle Wolken, starker Gegenwind und das anlanden bei der starken Strömung ist jetzt nicht ungefährlich. Gegen Mittag finde ich eine Bootsrampe zum anlanden, welch ein Luxus und Laufe in das nächste Dorf um in der Kneipe ein Panini und Eis zu Essen. Zurück beim Kajak sieht es immer noch sehr nach Gewitter aus und ich fahre bei starkem Gegenwind bis ich am Abend nach 50 km den Canoe Club Ferrara erreichen, wo es mir erlaubt wird auf dem Gelände zu zelten und zu duschen. Es gibt nur kalte duschen, aber da es inzwischen wieder extrem heiß ist es ein Genuss.

Als ich am nächsten morgen wieder ablegen will, nimmt mich eine Gruppe Italiener auf Ihrem Boot die nächsten 60 km bis Voltagrimana mit. Von dort paddele ich weiter auf dem jetzt sehr breiten Po , der sich hier im Delta in verschiedene Arme aufzuzweigen beginnt. Eine kleine Einfahrt links ins Schilf entpuppt sich als die Abbiegung dzum Po di Maestre der bis ans Meer führt. Durch Schilfdickiche und Bambusstauden führt ein schmaler Weg in ein Paradies für Fische und Vögel aller Art, und Schnacken! Gegen Abend erreiche ich nach ca 28 km Bocassette, das letzte Dorf vor dem Meer. Im dortigen Refugio schlafe ich mal wieder im Bett und lege einen Ruhetag ein. Wäsche waschen, essen, Boot säubern und faulenzen ist angesagt.

Dann geht es wieder weiter und nach einigen Kilometern erreiche ich das Meer.

Der Wellengang ist sehr stark und versuche erst entlang des Schilfes einen Weg zu finden, aber es ist Ebbe und es gibt jetzt nur den Weg entlang der Küste. Also zurück und ich muss jetzt schon fast kreuzen um überhaupt vorwärts zukommen bis ich endlich die Insel Albarella erreiche. Nach einer kurzen Rast geht es, entlang von Sandstränden voll belegt mit Liegestühlen und Badenden weiter die Küste hoch. Der Kulturschock ist etwas heftig und sehne mich  nach meinem ruhigen Po zurück. Gegen Abend erreiche ich nach ca.29 km Chioggia und finde einen Segelclub wo ich gegen Gebühr mein Kajak über Nacht lassen kann. Chioggia ist sehr sehenswert und gegenüber in Marina finde ich ein Zimmer für eine Nacht. Nach einem leckeren Abendessen falle ich todmüde in das Bett.

Morgens geht es wieder weiter, und erst erwische ich die falsche Ausfahrt, treffe aber dann ein Boot welches mir die Richtung anzeigt. Entlang der Lagune, nun geschützt vom Meer durch einen hohen Steinwall, fahre ich neben der Schifffahrtlinie vorbei an kleinen Lagunendörfchen bis ich kurz vor Venedig bin. Als ich eine Abkürzung über die Lagune nehmen will entlang eines Schifffahrtsweges stelle ich mal wieder fest dass ich mich doch auf dem offenen Meer befinde. Die Wellen werden wieder sehr hoch und ich schaffe es mit Mühe und Not mich zur Insel Giudecca durchzuschlagen die Gegenüber von Venedig liegt.Nach fast 31 km habe ich mein Ziel erreicht. Ich finde einen Bootshafen wo ich mein Kajak unterstellen kann und auch eine Unterkunft.

Mit dem Vaporetto sehe ich mir Venedig an, die Biennale ist gerade dort, und eines Nachmittags paddele ich auch mit meinem Kajak durch Venedig.  Später fahre ich mit dem Zug zurück nach Pavia und hole mein Auto nach Venedig, paddele mit dem Kajak zum Parkhaus(Tronchetto, allerdings zum aufladen nicht zu empfehlen, sehr hohe Außenmauern) lade es auf und verlasse Venedig.

Kajak Kajak Kajak

KVR Anpaddeln auf dem Rhein

Beim diesjährigen Anpaddeln am 20.3. auf dem Rhein starteten  5 Trierer Kanuten bei strahlendem Sonnenschein die 38 km Tour von Vallendar nach Remagen.

Mit insgesamt ca. 100 Kanuten aus zahlreichen Vereinen ging es zum Zwischenstopp nach Brohl, wo bei einer heißen Gulaschsuppe viele alte Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft wurden.

Dann ging es gemütlich weiter bis zur bekannten Brückenruine von Remagen, unterwegs gab es für uns Moselaner immer wieder ungewohnt große Wellen, hervorgerufen durch den starken Schiffsverkehr auf dem Rhein.

Im Bootshaus des WSV Remagen gab es zum Abschluss leckeren Kaffee und Kuchen.

Es war ein gelungener Saisonauftakt. Gut organisiert vom Wassersportverein Remagen, der neben der hervorragenden Organisation für eine gute Verpflegung und unseren Rücktransport sorgte.

Allier und Loire – im Juni 2010

Ein Flussbericht von Christel Grundheber

Gestartet bin ich auf der Allier in Moulins (Der Campingplatz soll angeblich dieses Jahr renoviert werden). Die Allier ist ein eher kleiner Fluss mit vielen Sandbänken, viel unberührter Natur und einem Wehr das zu treideln war. Aber und zu sind fährt man an schönen kleinen Flusspromenaden vorbei. Für die Fahrt auf der Allier ist unbedingt ein PE-Boot zu empfehlen, da man immer mal wieder auf einer Sandbank strandet.

Nach ca. 58 km mündet die Allier  in die Loire.

Hier liegt Fourchambauld, der Campingplatz in der Stadt soll aber sehr laut sein. Habe auf der Insel gegenüber Fourchambauld wild gezeltet.

Weiter geht es durch ein Anglergebiet mit vielen Bänken bis nach 20 km la Charite -sur-loire rechts erscheint.

Unter der Brücke den rechten ausgewiesenen Bogen mit Schwall fahren, dahinter Steine.

Direkt nach links rüberziehen, da der Campingplatz auf der Insel liegt. Vom Ufer gehen Pfade bis zu den ersten Häusern, nach etwa 100 m erreicht man den Campingplatz. Sehr schön auf der Insel gelegen, das Schwimmbad soll angeblich auch im Sommer gefüllt sein.

La charite-sur Loire ist ein kleines Städtchen (eher Dorf, wie die meisten) mit vielen Antiquariaten in den Straßen. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Sehenswert auch die Kirche.Es gibt auch einen Supermarkt und einen Bahnhof. Sehr nett.

Weiter ging es in ein Naturschutzgebiet, wo ich in Poilly-sur-Loire einen Stopp eingelegt habe um einen Kaffee zu trinken und einzukaufen. Kleines altes Dorf mit kleinem mini Naturmuseum.(es regnete).

Hier gibt es auch einen Campingplatz aber keine Ahnung wie er ist.

Weiter geht es durch ein schönes langes Tal mit vielen Sandbänken, wilde Campingmöglichkeiten bis zur nächsten Brücke. Links auf dem Berg liegt eine Burg, am Ufer eine schöne Promenade und Campingplätze.

Die Brücke mit dem Naturwehr ist überspült und ich fahre weiter.

Jetzt manchmal Steine im Wasser (meistens in Ufernähe), aber kein Problem.

Erreiche nach 31 km Cosne-s-Loire ein größeres Städtchen, der Campingplatz liegt links und eine Rampe geht direkt vom Ufer hoch. Ein sehr nettes Städtchen mit vielen kleinen Kanälen, es gibt auch einen Kajakverein dort mit Übungsstrecke, ein kleines Museum und nette Leute.

Fahre am nächsten Morgen weiter bis zum Atomkraftwerk Belleville, umtrage es und gehe hinter der umtragungsstelle erstmal wieder meinen obligatorischen Morgenkaffe trinken (kleines Dorf mit schöner Promenade).

Nach 41 km erreiche ich Briare , es ist sehr heiß.

Anlanden direkt im Ort nicht möglich, ein Stück weiter geht es, quer die Böschung hoch (Achtung: Schlangen) auf einen schönen Platz (aber leider von meinen Vorgängern sehr verdreckt hinterlassen). Etwa 1 km durch den Wald bis zum Ort, sieht aus wie Klein-Venedig. Viele Kanäle und kleines Museum zum Kanalbau (Von hier geht ein Kanal quer durchs Land). Alle Einkaufsmöglichkeiten. Nachts ein Krötenkonzert , das mich auch tagsüber die nächsten Tage von rechts und links auf meiner Fahrt begleiten wird.

Morgens weiterfahrt nach Gien, schöne alte Stadt mit Kathedrale, Kaffe getrunken und Eis gegessen. Wieder sehr heiß.

Weiterfahrt zum Atomkraftwerk Dampierre.

Umtragen und auf einer Sandbank Pause gemacht und in die Loire gehüpft, da es wieder sehr heiß ist.

Weiterfahrt an alten Dörfern bis nach 32 km Sully erscheint.

Finde den ersten Campingplatz nicht , der zweite ist in der Stadt, entdecke rechts versteckt am Ufer einen und lande an. Endlich mal wieder eiskalt duschen, es ist tierisch heiß. Die Stadt gefällt mir nicht so außer das Wasserschloss ist ganz nett. Werde am Campingplatz total verstochen.

Fahre weiter, ab St.Benoit sur Loire bis Chateauneuf-sur Loire ein sehr schöner Verlauf.

Halte ein Nachmittagsschläfchen aber es ist  viel zu heiß.

Fahre weiter nach Orleans und treffe dort eine Gruppe des örtlichen Paddelvereins (nette Leute) auf dem Wasser.

Alle Brücken sind problemlos zu fahren ( 1 kleiner Schwall).

Fahre weiter und, da der eine Campingplatz zu hat, übernachte ich nach ca. 60 km wild auf einer Insel.

Fahre morgens weiter und komme an Meng-sur Loire vorbei , sehr schöne Häuserfassade und vor der Brücke ein kräftiger Schwall. (Vorher ansehen !).

Fahre weiter nach Beaugency, sehr schöner alter Ort, unbedingt sehenswert mit Bäckerei, Metzgerei und Supermarkt, Kneipe. Trinke meinen Kaffee, es regnet und die Schwälle unter der Brücke sehen nicht sehr nett aus. Treffe zum Glück einen Rennpaddler am Wasser, der mir sagt der ganz recht wäre zu fahren. Zum umtragen sowieso viel zu weit, also ab und durch.

Weiterfahrt zum Atomkraftwerk St.Laurent des Eaux, umtrage rechts.

Plötzlich kommt sehr starker Gegenwind auf und ich beschließe, in Mides-sur Loire  (32 km) für heute Schluss zu machen und Wäsche zu waschen. Campingplatz nett.

Weiterfahrt an Menars vorbei: sehr schöne Gartenanlage. Von links kommt jetzt leider eine Nationalstraße.

Weiterfahrt zum le Lac de Loire, der Campingplatz ist noch zu, die dahinter liegenden Walzenwehre sind zum Glück unten und komme gut durch.

Mache in Blois meinen üblichen Kaffe Stopp, schöne alte Stadt, mit schöner Kathedrale und Bischofspalast.

Nehme den 2.Bogen von rechts unter der Brücke und werde gut durchgeschüttelt.

Weiter an Chaumont vorbei bis nach Ambois (52 km).

Campingplatz liegt auf der Insel, anlanden geht einigermaßen.

Ambois sehr sehenswert, große Festung, hier beginnen die Felsenhäuser. Hier befindet sich der Vinci Park mit Nachbauten seiner Erfindungen, hier hat Da Vinci seine letzten Lebensjahre verbracht.

Weiterfahrt nach Tours (22km).

Habe hier eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten bekommen und es stehen einige Brücken an. Vor der ersten Brücke ist die rechte Durchfahrt komplett durch Fischernetze versperrt, kehre um und fahre links vorbei. 1. und 2. Brücke gut zu fahren.

Vor der 3. lege ich links an und gehe in die Stadt. Wunderschöne Kathedrale , sehr lebendige Stadt mit vielen jungen Leuten. Ich esse und fahre durch die 3.Brücke. Die 4.Brücke gefällt mir nicht, Eisenstäbe ragen aus dem Wasser, umtrage …

Ein Stück weiter lande ich an und verstecke mein Kajak.

Überquere die Autobahn und erreiche nach herumfragen die Prieure de Saint-Cosme, eine kleine alte teilweise zerstörte Abtei in der auch heute noch unzählige Rosen gezüchtet werden. Was für ein Duft.

Hier werde ich von meiner Bekannten/Unbekannten aufgesammelt und am nächsten morgen wieder zurückgebracht. Dank der Vermittlung von Freunden von Ihr, die ich unterwegs getroffen habe, komme ich in den Genuss eines leckeren Abendessens und eines Bettes (sehr ungewohnt).Es wird ein sehr netter Abend mit Ihr und Ihrem Freund.

Zurück am Kajak fahre ich durch die letzte Brücke und werde geduscht. Der Schwall stand nicht im Flussführer!

Fahre weiter nach Brehemont und trinke mal wieder Kaffe.

Weiterfahrt zum Atomkraftwerk, linker Arm befahrbar,  vorbei an Montsoreau (sehr imposant), Saumur und weiter an schönen alten Dörfchen und jetzt stärker Landwirtschaft mit Kühen bis nach Cunault( 78 km).

Campingplatz direkt am Strand. Nette Leute.

Paddle morgens weiter und erreiche gegen Mittag Le-Ponts-de-Ce (30 Km).Schöne strecke und bekomme unerwartet eine Übernachtungsmöglichkeit fürs Kyook und mich. Mal wieder ein Bett und gutes Essen, die Franzosen sind einfach klasse.

Fahre abends noch mit meinen Gastgebern nach Angers mit dem Auto und machen eine kleine Stadtbesichtigung, nette Stadt.

Am nächsten Morgen geht’s leider wieder weiter. Sehr schöne Landschaft und mal wieder Kaffe in Fresne sur Loire. Die Loire verzweigt sich jetzt öfters und folge den Schiffahrtsmarkierungen. Sehr schön vorbei an Steinmauern, Sandstränden bis nach Ancenis (57 km).

Stadt und Campingplatz gefallen mir nicht besonders und fahre morgens weiter bis nach Oudon (8 km). Hier netter kleiner Campingplatz mit Ausstiegstrampe. Schlage mein Zelt wieder auf und schlafe erstmal aus.

Sehr netter kleiner Ort, fühle mich hier sehr wohl. Gutes Essen und nette Leute. Heute Ruhetag!

Morgens strahlender Sonnenschein und fahre weiter durch wunderschöne Weinbaugebiete bis nach Nantes.

Es scheint Ebbe zu sein und ich beschließe, durch den Hafen zu fahren. Komme mir wie eine Mücke vor. Zum Glück ist Sonntag und Ebbe und die großen Tanker sind noch auf See, außer kleinen Autofähren und Ausflugsbooten ist der Hafen leer.

Nach endlosen Kilometern bin ich endlich aus dem Hafen heraus und froh, mache mir aber Gedanken, da es, wenn die Flut kommt,  selten Ausstiegsmöglichkeiten gibt (überall Schlick).

Bei la Martiniere (45 km) erwischt es mich. Plötzlich komme ich nicht mehr voran und das Wasser fließt mir entgegen. Zum Glück ist dort der Eingang zu einem Kanal und zusammen mit Hilfe kann ich mein Kajak die Böschung hoch außer Gefahr ziehen.

Schlage mein Zelt einfach auf einer Wiese auf, scheint ein Naherholungsgebiet zu sein und sehr unruhig, aber habe keine andere Wahl. Werde noch zum Kaffe eingeladen und natürlich gefragt woher und wohin.

Nachts vibriert der Boden wenn die großen Hochseetanker nach Nant einfahren. Es wird sehr stürmig und ich überlege, ob ich überhaupt noch weiterfahren soll.

Es scheint immer noch Flut zu sein, obwohl es eigentlich schon ebbe sein müsste, oder der starke Wind drückt das Wasser herein.

Ich gehe aufs Wasser und versuche, dagegen zu paddeln. Es geht, aber der Gegenwind ist die Hölle, und die Gewissheit, dass spätestens nach 6 h die Flut wieder kommt und die Anlandemöglichkeiten begrenzt sind, treiben mich voran.

Nach langen 23 km, die härtesten meiner ganzen Tour, erreiche ich Paimbouef, das Ende meiner Reise.

Ziehe mein Kajak durch das Dorf zum Campingplatz und richte mich ein. Ich miete ein Zelt mit Bett, da kein Hotel offen hat und ich endlich wieder mal im Bett schlafen möchte – eine weise Entscheidung: neben den Sturmböen geht abends ein heftiges Hagelgewitter nieder und ich bin froh mit meinem komfortablen Riesenzelt.

Auf der anderen Seite sehe ich Industrieanlagen und vor mir liegt die Hängebrücke die über die Bucht nach St.Nazaire geht. Am nächsten Tag fahre ich mit dem Bus und Zug nach Nantes , eine sehr schöne , alte Stadt und hole mein Mietauto ab.

Ardeche Marathon 2010

Erlebnis-Wochenende in Frankreich

Am 13. November findet der Ardeche-Marathon 2010 statt. Ein tolles Wildwasser- und Naturerlebnis, wie die Berichte der letzten Jahre zeigen:

Wir möchten auch dieses Jahr wieder eine Fahrt organisieren….

weiterlesen Ardeche Marathon 2010

Weinlese-Langstreckenlangstreckenfahrt

Kanufahrt zur Weinlese

Die schon traditionelle Trierer “Weinleselangstreckenfahrt” für Kanuten wirft ihre Schatten voraus. Es werden mehr als 50 Paddler aus nah und fern in Trier erwartet. Zum bereits neunten Mal geht es am Wochenende 9. und 10. Oktober 2010 auf die Flüsse Mosel und Saar.

Am Samstag stehen zur Auswahl: Von Schengen/Luxemburg (51 km) oder Wincheringen (30 km) nach Trier. Start für beide Strecken ist gegen 8.30 Uhr beim Bootshaus neben der Trierer Jugendherberge. Am Abend ist im Bootshaus für Verpflegung gesorgt. Am Sonntag geht es nach einem opulenten Frühstück moselabwärts von Trier nach Detzem (24 km).

Auch Nichtmitglieder sind herzlich zum Mitpaddeln willkommen; für Anfänger allerdings dürften die Strecken zu lang und anstrengend sein. Die Teilnahmegebühr samt Verpflegung und Transportfahrten beträgt 20 EUR.

Eine Anmeldung bis spätestens 3. Oktober ist erforderlich bei Stefan Stoeckel: 0176 46 64 26 62 oder Stefan.Stoeckel@kanufahrer.de