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Ein Tag in Sault Brenaz

Ein Tag in Sault Brenaz

Nachdem wir nach einer 8-stündigen Autofahrt (Bemerkung von Andi: „schreib 7 Stunden hin“ J)  endlich in Sault Brenaz ankamen, bauten wir gegen 22 Uhr unsere Zelte auf.

Nach einer eiskalten Nacht (gefühlte -2 Grad) kauften wir im Ort erst einmal Baguette und Schoko-Croissants. Nachdem wir dann auf der Holzterrasse des Camping-Platzes unser Frühstuck zu uns genommen hatten, gingen wir schließlich auf den Kanal, der mittlerweile voller arroganter Slalomfahrer ist.

In den Spielwellen des Kanals ließen wir, bei strahlender Sonne und 22 Grad, viel Material.

Wenn es uns auf dem Kanal zu voll wurde, legten wir ein paar kurze Essenspausen mit Baguette vom Vormittag ein.

Am Abend nach dem wunderschönen Sonnenuntergang, mussten wir dann schließlich den Kanal verlassen, da das Wasser abgestellt wurde.

Geschrieben von Lelle

Einladung Osterzeltlager an der Tarn

Von Mi. 20. April bis Sa. 30. April veranstalten die TKF ein Zeltlager in Südfrankreich an der Tarn.

Der Tarn entspringt wie die Ardeche in den Cevennen. Er mündet  in die Garonne. Unsere Zelte werden wir ca. 3 km unterhalb von St. Enimie auf dem

Camping les Fayards
Route de Millau,
48210 Sainte-Enimie, Frankreich
+33 4 66 48 57 36
www.camping-les-fayards.com

bei Fluß- km 63 aufschlagen ( ca. 880 km von Trier ). Von hier aus sind Befahrungen von verschiedenen Abschnitten vorgesehen. Die einzelnen Fahrtstrecken werden je nach Wasserstand festgelegt. Die Schwierigkeiten liegen auf den vorgesehenen Abschnitten ab Florac (km 32) bis Millau (km114) WW I – II+ . Oberhalb von Florac gibt es Auch WW IV.

Hier gibt es eine Flussbeschreibung
Hier gibt es einen Erlebnisbericht

Sollten die Witterunugs- und Pegel- Bedingungen ungünstig sein, so ist auch eine kurzfristige Verlegung an den Orb, die Ardeche oder den Allier nach Absprache möglich.

Entfernungen von St. Enimie aus:

  • Ardeche 135 km, 3 h Fahrzeit
  • Orb  201 km, 3 h
  • Allier, 151 km, 3 h – liegt auf der Rückfahrt, WW II bis III+bei Langeac

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Ardeche Marathon 2010

Erlebnis-Wochenende in Frankreich

Am 13. November findet der Ardeche-Marathon 2010 statt. Ein tolles Wildwasser- und Naturerlebnis, wie die Berichte der letzten Jahre zeigen:

Wir möchten auch dieses Jahr wieder eine Fahrt organisieren….

weiterlesen Ardeche Marathon 2010

Wildwasserwoche Wildalpen

Wildwasserwoche Wildalpen mit den Trierer Kanufahrern


oberhalb vom Campingplatz


In der ersten Ferienwoche trafen sich die wildwasserbegeisterten der Trierer Kanufahrer, um den Sommer mit leichtem Wildwasser auf der Salza einzuleiten.

In der Steiermark auf dem Campingplatz der Naturfreunde in dem Ort Wildalpen wurde das Camp aufgeschlagen. Die Mitpaddler trudelten so nachund nach ein, nachdem noch diverse Wettkämpfe begangen oder die letzten Prüfungen geschrieben waren.

Die Salza bietet leichtes Wildwasser in Bereichen von WW1 bis max. WW3. Alles ist recht offen und kaum verblockt, so dass auch Anfänger dort schnell Ihren Spaß haben. Und so “erarbeiteten” wir uns die Salza jeden Tag ein Stückchen mehr.




Peter in der Heli-Welli



Am ersten gemeinsamen Paddeltag entschieden wir uns für eine Strecke bis zum Campingplatz, da man es hierbei mit dem Umsetzen deutlich am Einfachsten hat… DenEinstieg oberhalb kann man frei wählen, es gibt immer wieder eine Brücke, an der man gut in den Fluss kommt. Zu weit hochzufahren lohnt sich aber nicht wirklich, da das eigentliche leichte Wildwasser erst wenige km oberhalb des Campingplatzes beginnt. Wir entschieden uns für eine ca. 8km lange Etappe und konnten uns so gaaanz gemütlich einpaddeln. Der Nachmittag wurde bei den meisten dann eher zum Chillen genutzt, aber natürlich hatten sich noch lange nicht alle auf dieser Tour genug verausgabt. Zum Glück gibt es aber seit ein paar Jahren direkt am Campingplatz die sog. „Heli-Welli“, eine nette Spielwelle, die abends sogar mit Flutlicht beleuchtet wird, solange sich genügend Paddler finden, die nach dem Abendessen noch mal den Kopf ins Wasser stecken wollen.


Im Klausgraben



In der folgenden Nacht gab es dann das bereits seit Tagen angekündigte Gewitter mit ordentlich Regen. So wenig uns der Regen gefielt, so viel Gutes hatte er auch… Der extrem niedrige Pegel der Salza stieg allmählich… Also nutzen wir die Gelegenheit und fuhren ein ganzes Stück flussauf. Dort findet man die wohl leichteste aber auch landschaftlich schönste Etappe findet man ein ganzes Stück oberhalb von Wildalpen die „Klaus-Schlucht“. Der Einstieg befindet sich oberhalb des Ortes Greith. Die Salza plätschert hier gemütlich vor sich hin, bis sich die Landschaft verändert und man durch den sog. Klausgraben fährt. Während die „echten“ WW-Paddler sich ein wenig langweilten, ließen sich die Gelegenheitspaddler von der wunderschönen Landschaft verwöhnen. Am Ausstieg in Weichselboden und vor allem später am Campingplatz stellten wir dann fest, dass wir mit unserer Tour dort „oben“ wirkliches Glück hatten – die anderen Paddler auf den unteren Teilstrecken mussten wg. Gewitter Ihre Touren teilweise abbrechen…


am Ausgang vom Paradies



In den nächsten Tagen erkundeten wir immer mehr Abschnitte. Nachdem man die Walze direkt unterhalb des Campingplatzes überstanden oder auch umtragen hat, geht es erst mal gemütlich im 2er Bereich weiter. Die ein oder andere Stelle kann je nach Wasserstand schon mal 2-3 werden, aber alles war, als wir dort waren, unkritisch.

Die Mündung der Lassing am Ein-/Ausstieg „Fachwerk“, 6km unterhalb Wildalpen kündet dann von einem neuen Abschnitt, der dann deutlich sportlicher und wuchtiger wird. Aber auch hier geht es nicht über WW 3 hinaus, es wird nur etwas enger, und die Wellen werden höher. Hier gibt es unter anderem de berüchtigten Lawinenschwall, der allerdings bei unserem Wasserstand in der rechten Hälfte problemlos fahrbar war.


Palfauer Schlucht



4km später gibt es einen weiteren Ein-/Ausstieg namens „Petrus“ danach verändert sich die Salza wieder und es wird wieder enger und klammartiger. Je weiter man sich dem Ausstieg in Erzhalden, umso leichter wird der Fluss auch wieder. Zum Ende hin fährt man durch das sog. „Paradies“, das seinen Namen nicht umsonst trägt. Bei höheren Wasserständen könnte es allerdings ein paar unangenehme Unterspülungen geben.

Hinter Erzhalden beginnt dann der wahrscheinlich schönste Abschnitt, aber auch der schwierigste und gefährlichste – je nachdem, welchen Pegel man dort antrifft. Hier fährt man durch die Palfauer Schlucht. Bei Niedrigwasser macht dieser Abschnitt einfach nur Spaß und man kann zwischen den Wellen und Verschneidungen die Fahrt einfach nur genießen. Bei Mittel- oder Hochwasser muss man allerdings mit unangenehmen Unterspülungen und auch Siphonen rechnen – da sollte man schon sicher im Boot sitzen. Wir hatten Niedrigwasser und mussten uns darum glücklicherweise keine Gedanken machen…



Hinterwildalpenbach



Hinterwildalpenbach











Da die Salza und auch die Heli-Welli für manch einen nicht ausreicht, um sich abends müde und glücklich in den Schlafsack zu verkriechen, wird natürlich noch nach einem Ausgleich gesucht… Kurz oberhalb vom Campingplatz mündet noch ein – typisch für Österreich – völlig verbauter Bach in die Salza. Aber nicht immer heißt verbaut auch unfahrbar. Ganz im Gegenteil. Der Hinterwildalpenbach (manchmal auch „feuchte Kellertreppe“ genannt) besteht auf seinem letzten km aus ca. 70 Stufen zwischen 10cm und 2m Höhe. Und eignet sich besonders, um kurz vor dem Abendesser noch einmal ins Boot zu steigen (oder auch zweimal?)



in der Palfauer Wasserlochklamm



in der Palfauer Wasserlochklamm



unsere Feuerstelle direkt am Fluss














Doch man sollte nicht vergessen, dass man in der Gegend nicht nur paddeln kann. Nach Befahrung der Paradies-Schlucht entschieden wir uns mit eine paar Interessierten, den Aufstieg in der Palfauer Wasserlochklamm zu wagen. Für ein paar Euro Eintritt kann man dort an wunderschönen Wasserfällen auf befestigten Stiegen und endlosen Treppen in die Höhe klettern und wird mit einer schönen Aussicht belohnt.

Tja, so eine Woche ist leider viel zu schnell vorbei. Und wir mussten unser tolles Camp incl. Feuerstelle am Fluss wieder räumen – die einen weil sie arbeiten mussten, die anderen um woanders zu paddeln! Mal schaun, wo wir uns nächsten Sommer treffen…


Fotos von Andi Schmit und Sandra + Heiko Hasse

Sicherheitstraining am 1. Mai

Am 1. Mai starteten die Trierer Kanufahrer mit einem Sicherheitstraining in die Sommersaison.

Zwölf fleißige Paddler trafen sich bereits um 9 Uhr um im Bootshaus, um zuerst ein paar theoretische Grundlagen zu vertiefen. Danach ging es nach draußen, wo wir die Panikauslöse an der Schwimmweste testeten und uns im Wurfsackwerfen übten.

Im Anschluß daran wurden die Boote aufgeladen und wir fuhren an die Sauer, um das Geübte in die Tat umzusetzen. Da die Wasserstände aufgrund der vorangegangenen trockenen Wochen ziemlich zu wünschen übrig ließen, befürchteten wir schon, daß wir außer einer netten Paddeltour nicht viel machen könnten. Glücklicherweise gab es aber Zuschußwasser durch ein Abfahrtsrennen auf der Our, und so konnten wir kurz vor Bollendorf tatsächlich zum “nassen Teil” des Sicherheitstrainings übergehen.


Durch das schöne Wetter motiviert, ließ die Gruppe den Tag mit einem netten Grillabend ausklingen.

Alles in allem war es ein gelungener Tag und eine Auswahl der vielen Fotos dazu findet Ihr in der Bildergalerie!

Wildwasser - Kanulager in der Schweiz


Auf der Simme (Berner Oberland/Schweiz) vom 2.-6.6.2010 (Fronleichnam)

Am 2.6.2010 Abends geht es los. Mit Bus und Anhänger fahren wir ins Berner Oberland (Schweiz). Gepaddelt wird Wildwasser II – III, übernachtet im Blockhaus vom Kanu Club Spiez (dem Bürtweidli). Gekocht wird auf dem Lagerfeuer, und es wird die eine oder andere Schweizer Spezialität geben (z.B. Käsefondue, Nussgipfeli und Ruchbrot vom Bäcker Mann).


Bürtweidli Klubhütte vom Kanuklub Spiez

Abhängig von den Teilnehmern werden wir in zwei Gruppen auf dem Wasser fahren: die einen lernen, wie man sich auf einem etwas wuchtigeren Wildwasser verhält (Garstatt bis Heidenweidli und Weißenburg bis Erlenbach) – Kehrwasser und Seilfähre üben auf einem tollen Fluß mit richtig Action und ohne Langeweile. Die anderen dürfen sich an Heidenweidli, Jürgeloch und Simmenstein austoben:

Garstatt bis Heidenweidli (WW II):
Einfaches Wildwasser in einem schönen Tal. Der Fluss ist Anfangs reguliert und fliesst zügig Talwärts. Hinter dem Bürtweidli befindet sich eine Gefällbremse die nach Besichtigung befahren oder gut rechts umtragen werden kann. Ab hier Richtung Heideweidli landschaftlich hübsche Fahrt bis Maximal WW II. Ideal zum Üben von Kehrwasser-Fahren und Seilfähre bei etwas wuchtigerem Wasser. Beim Heidenweidli an einer Kiesbank auf der rechten Seite ist die Ausstiegsstelle.


Auf der Simme


Heidenweidli bis Weißenburg (WW III):

Die Kernstrecke der Simme. Heidenweidli, Jürgeloch und Simmenstein bieten Abwechslung und jede Menge Herausforderungen. Dazwischen schöne Schwallstrecken zum kurzen Ausruhen und einigen Playspots.

Weißenburg bis Erlenbach (WW I-II):
Einfaches Wildwasser in einem schönen Tal. Entspanntes Fahren, einige wenige Stellen zum Üben vom Kehrwasser-Fahren und Seilfähre. Genießen der Landschaft.


In der Kander-Schlucht


Brodhüsi bis Thuner See (WW II):
Einfaches Wildwasser mit schönen Schwallstrecken in herrlicher Landschaft. Zwei Wehre müssen besichtigt werden und sind in der Regel nicht fahrbar. Links umtragen. Nach ca. 1 km Einmündung in die Kander. In der Folge wiederum einfaches Wildwasser. Nach einer Rechtskurve des Flusses beginnt unter der Autobahnbrücke eine mässig schwierige Blockstrecke (WW III) bis zur Einfahrt in die enge Kanderschlucht. In der Schlucht fliesst das meiste Wasser entlang der linken, teilweise unterspülten Felswand (WW III-IV). Bei genügend hohem Wasserstand kann diese Stelle auch rechts über eine Blockstrecke befahren werden (bei niedrigem Wasserstand rechts umtragen möglich). Anschließend Mündung in den Thunersee. Zum Ausbooten am links dem Seeufer entlang bis zum Strandbad von Einigen paddeln.

Saane und Sense sind weitere Flüsse in der Nähe, die abhängig vom Wasserstand gefahren werden können.

weiterlesen Wildwasser — Kanulager in der Schweiz

Salm 2007

von Alfred Schumacher

Am Sonntag, 1.12.2007, befuhren Andi Schmitt, Heiko Hasse, Peter und Alfred Schumacher und Rebecca aus Altenkirchen die Salm.
Die Salm ist ein reizvoller Kleinfluss der Eifel und bietet, zumindest auf dem von uns befahrenen Teilstück, keine größeren wildwassertechnischen Schwierigkeiten.
Der Pegel bei Bruch zeigte 85 cm; bei weniger Wasser wird die Fahrt abschnittsweise mühsam. Unsere Fahrt begann bei Flusskilometer 35. Anfahrt mit PKW: In Niederkail die letzte Möglichkeit nach rechts abbiegen und ca. zwei Kilometer am Kailbach vorbeifahren bis ca. einen Kilometer hinter die Kläranlage. Hier mündet der Kailbach und der Wasserstand steigt ab hier auf paddelfreundliche Höhe.
Die ersten Kilometer fließt die Salm durch ein völlig einsames Waldtal. Zahlreiche Spuren weisen auf einen hohen Wildschweinbestand hin; an einem steilen Waldhang konnten wir eine ganze Rotte beobachten.
Viele Baumhindernisse erschwerten die Fahrt und wir mussten oft umtragen oder konnten die Bäume mit viel Schwung überfahren. Wer hier fährt, sollte die Kehrwässer sicher anfahren können. Achtung: manche Bäume (siehe Foto) liegen gefährlich im Stromzug und sind vom Boot aus schwer zu erkennen.
Bei km 24 befindet sich ein Steilwehr mit anschließender natürlicher Gefällstufe (siehe Foto). Nach Besichtigung und baumfreier Verblockung gut fahrbar. Bei hohem Wasserstand auf Rücklauf im letzten Steilabfall achten. Später folgt ein kleineres Steilwehr mit zweiter Stufe. Fahrbar, aber materialschonender ist Umtragen.
Am Ortsanfang von Salmrohr bei einer Brücke, 20 Meter vor einem Wehr beendeten wir die Fahrt. Insgesamt paddelten wir 17 km.

Marathon des Gorges de l`Ardeche


Größtes Kanu- und Kajak-Event der Welt mit ca. 1800 Teilnehmern in verschiedenen Bootsklassen

Nach einer erfolgreichen Rennsaison 2007 nahmen unser Trainer Jan Starszynski, der Juniorenfahrer Sebastian Romberg und die Jugendfahrer Oliver Schmitt und Peter Schumacher am Ardeche-Marathon teil. Alfred Schumacher war als Koch und Betreuer mitgereist und nahm ebenfalls die 36 km lange Marathonstrecke in Angriff.

Am 8.11.2007 gegen Abend begann die Reise bei Regenwetter vor unserem Trierer Bootshaus. Gegen 3 Uhr nachts erreichten wir unseren Campingplatz in Vallon. Bei sternenklarer Nacht wurden in Windeseile die Zelte aufgebaut und um 4 Uhr lagen wir bei 10° und trockenem Wetter in den Schlafsäcken.

Am Freitagmorgen bauten wir das Küchenzelt auf und frühstückten mit frischem französischen Baguette. Jan und Alfred fuhren zur Anmeldung und Startnummernausgabe und machten sich ein Bild von den Örtlichkeiten. Ein Zelt für die Anmeldung war aufgebaut und es herrschte großes Gedränge. Nach der Startnummernausgabe bekam jeder Teilnehmer eine Tüte mit Sponsorenartikeln geschenkt. Zur Überraschung lag in jeder Tüte ein neuer Wildwasserhelm. In Frankreich ist Paddeln schon fast Volkssport und zahlreiche Sponsoren unterstützen die Veranstaltung. Mittags machten wir eine Trainingsfahrt.

Am 10. 11. 2007 um 11.30 Uhr startete der Marathon durch die große Ardeche-Schlucht. Direkt an unserem Campingplatz war der Start. Zahlreiche Boote warteten und es herrschte ein Geschiebe und Gedränge um die besten Startpositionen. Sofort nach Beginn verwandelte sich die Ardeche in einen Hexenkessel. Alle paddelten wie wild los und beim Start gingen schon die ersten baden.

Bei traumhaftem Wetter mit 15°C und 40 m³/s Zuschusswasser ging es auf die ersten Stromschnellen und Engstellen zu. In der Charlemagne, kurz vor dem Pont d`Arc, wurde es sehr eng. Die Ideallinie zu finden war kaum möglich. Gefahren wurde dort, wo Platz war. Unsere Rennfahrer im vorderen Feld kamen gut durch. Alfred mit seinem Seekajak nahm ein unfreiwilliges Bad. Anschließend zog sich das Feld immer weiter auseinander und man konnte seine Linie unbehindert suchen. Starke Fallwinde behinderten die Fahrt. Leichte Abfahrtsboote wurden regelrecht umgeblasen und etliche Paddler schwammen selbst auf ruhigen Abschnitten. Zwischendurch legte sich der Wind und es war sonnig und warm, kurz gesagt: ein Traumpaddeltag.

Die Zeit verflog und das Ziel in St. Martin kam immer näher. Am Ende wurde um jede Position gekämpft und die Paddler wurden von einer großen Zuschauermenge mit Beifall empfangen. Jeder bekam ein Lunchpaket und warme Getränke.

Die gesamte Organisation war perfekt. In der Schlucht waren überall Rettungsposten und Sanitäter postiert. Rettungshubschrauber und Ärzte standen bereit. Unterwegs gab es eine Verpflegungsstation beim Biwak Gournier. Hier musste man spätestens nach 2,5 Stunden eingetroffen sein, andernfalls war das Rennen hier beendet. Für die gesamte Distanz standen maximal 5 Stunden zu Verfügung. Später ankommende Paddler wurden nicht mehr gewertet. Die Trierer Kanufahrer kamen alle unbeschadet und schnell ins Ziel.

Gewonnen wurde der Marathon von den beiden Kölnern Stephan Stiefenhöfer und Max Hoff im Zweierkajak (K2) in der Gesamtzeit von einer Stunde und 48 Minuten.


Die Ergebnisse der Trierer Teilnehmer:

  • Sebastian Romberg  2h 18´20” 46. Platz K1 Herren
  • Peter Schumacher 2h 19´01”  48. Platz K1 Herren
  • Oliver Schmitt 2h 33´53”  122. Platz K1 Herren
  • Diese drei Jungs waren mit die jüngsten Teilnehmer mit 16 und 17 Jahren und wurden mit der Herrenklasse gewertet.
  • Jan Starszynski  2h 25´28” 76. Platz K1 Herren
  • Alfred Schumacher  3h 17´19” 256. Platz K1 Herren

Der Trierer Eric Klas startete für seinen spanischen Verein und wurde mit 2h 13´ bei den Herren K1 zweiundzwanzigster.


Angesichts der unglaublich hohen Starterzahl war das für Trier ein Super-Ergebnis!

In der Klasse “Herren K1” starteten insgesamt 338.

Abends fand in der Halle in Vallon die Siegerehrung mit Verlosung von Paddeln, Booten und Zubehör statt. Sonntags gegen 11 Uhr traten wir die Heimreise an und kamen gegen 20.30 Uhr wohlbehalten in Trier an.

Mit schönen Eindrücken von einer gelungenen Veranstaltung haben wir die Saison 2007 abgeschlossen und werden sicher nochmal dabei sein. An alle daheim Gebliebenen: Fahrt nächstes Jahr mit. Es lohnt sich wirklich!


Infos und Bilder unter: www.marathon-ardeche.com

Lieser 2007

von Alfred Schumacher

Am 23.8.07 befuhren Ruth Bier, Sabine Caspers und Alfred Schumacher die Lieser. Ein Superpegel von knapp 1,20 m, mitten im Sommer, lockte uns auf diesen herrlichen Eifelbach.

Bei ablaufendem Hochwasser fuhren wir von Niedermanderscheid bis Pleiner Mühle.

Beim Start vermisste Ruth Ihren Helm. Da war guter Rat teuer. Alfred fragte eine nette Bewohnerin nach einem Fahrradgeschäft. Die Dame schickte uns zu einem passionierten Radfahrer in der Nachbarschaft. Dieser lieh Ruth einen Fahradhelm. Die Tour konnte gut “bedacht” beginnen.

Wir booteten im Mühlenkanal ein und bogen auf die Lieser ab.

Gleich zu Anfang liegen einige Blöcke im Bach und eine gute Bootsbeherrschung ist erforderlich. Weiter ging es durch enge Kurven, über schöne Prallhänge und durch ordentliche Wellen. Etliche Baumhindernisse versperrten uns die Durchfahrt. Einige mußten wir umtragen, andere konnten schwungvoll überfahren werden, oder man konnte sich durch ein Schlupfloch zwängen. Die Schönheit des weitgehend naturbelassenen Liesertals konnte nach jeder Kurve mit neuen Eindrücken aufwarten.

Auf halber Strecke kam die kleine Kyll von rechts dazu und brachte Zuschußwasser. Der Bach wurde jetzt breiter und übersichtlicher. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zur Schladter Mühle. Eine Besichtigung des Wehrs war schwierig und so bevorzugten wir die Fischtreppe zur Weiterfahrt. Mit ordentlich Tempo stellt der Rücklauf keine große Schwierigkeit dar. Ein Besichtigung ist trotzdem anzuraten; das Unterwasser sollte frei sein für eine Befahrung.

Die letzten 500 m wurden nochmal recht sportlich. Hier kann man bei diesem Wasserstand schon von ordentlich Wildwasser II – III sprechen. Anlanden vor der Fußgängerbrücke der Pleiner Mühle bei diesem Wasserstand bitte rechts.

Die Fahrzeit für die 21 km betrug 2,5 Stunden, incl. Pause und 3x umtragen.

Ruth und Sabine waren von der Tour begeistert (ich natürlich auch) und meinten ich müßte einen Bericht darüber schreiben.

Korsika 2007

Wo Paddler sich noch grüßen

“Dieses Jahr nach Korsika? Da ist doch kein Wasser!…” hörten wir an jeder Ecke. Aber geplant ist geplant und das Fährticket und auch der Kurs bei Christian und Nadja war schon gebucht und so waren wir weiter optimistisch. Schließlich hatte es im März ja auch noch mal geschneit, dann musste es auch Wasser geben!

Unser Weg auf die Ile de Beauté führte und noch für zwei Tage an den Var nach Entrevaux. Die Vorfreude wurde dann allerdings getrübt, als wir den ersten Blick in den Bach warfen… Noch weniger Wasser als in den Jahren zuvor – bis gestern noch kaum vorstellbar. Aber egal – schließlich waren wir zum Paddeln hier und schrabbelten 2 Tage hintereinander gnadenlos durch die Daluis-Schlucht.

Ostersonntag ging es dann endlich weiter. Mit der Fähre nach Korsika und zu unserer ersten Station an den Tavignano. Dort war zwar auch wenig Wasser, aber im Vergleich zu den Vortagen war das schon richtig viel. Und am ersten Tag am oberen Tavignano wurde es dann auch direkt sportlich. Die kleine Klamm, durch die wir fuhren, erreichte auch bei dem niedrigen Wasserstand schon WW IV und Christians aufmunternde Worte (“Rechts sieht gut machbar aus, da schießt das Wasser zwar senkrecht auf eine Wand zu, aber mit einem gekonnten Ziehschlag kommt man da locker dran vorbei!…Ich hoffe mal, dass das jetzt auch stimmt, ich muß das ja jetzt ausprobieren…” und weg war er…) klangen im ersten Moment auch nicht besonders ermutigend. Aber alles war wirklich gut machbar und es war ein klasse Anfang für die 10 Tage Paddeln. Zwischendurch genossen alle die Landschaft und den Kräuterduft (Macchia), der einen auf der ganzen Insel begleitete.

Am zweiten Tag sollte es dann auf den Golo gehen. Dort ist ja an jedem Werktag zur gleichen Zeit Kraftwerksablaß… Pünktlich um 12 Uhr lief dann auch Wasser und so luden wir die Boote ab und zogen uns um. Als es dann ums Autos umsetzen ging, stutzen wir, da der Klang des strömenden Wassers sich gehörig verändert hatte. Ein Blick in den Bach bestätigte dann auch unsere Vermutung: Die hatten uns doch glatt das Wasser vor der Nase wieder abgedreht! Was nun? Warten? Anderer Bach? Also, auf zum Asco – zu wenig Wasser – und dann zum unteren Vecchio. Der erwartete uns mit Mindestpegel und wir wurden für unsere Mühen belohnt mit wunderschönem WW mit langen technischen Katarakten. Auch die Tavignano-Schlucht  einen Tag später bot uns tolles WW mit wuchtigen Rutschen und schmalen Durchfahrten durch die Klamm.

Am vierten Tag starteten wir einen erneuten Versuch am Golo, den wir aber wieder leider nur mit trockenem Flussbett vorfanden. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir unser Camp einen Tag früher abzubauen und direkt an die Ostküste weiterzufahren. Leider trafen wir auch dort Gravnona, Liamone und Cruzzini nur im “trockenen” Zustand an. Nach zwei Tagen Autofahren und Pause versuchten wir unser Glück nun am Taravo. Der sollte doch immer gehen (o.k. der Cruzzini auch…) Auch dort sah es am Einstieg etwas mager aus, aber die zwei Pausentage bewirkten, dass alle sich einig waren: Ein Versuch ist es wert. Immerhin gibt es nach ca. 1km die Möglichkeit noch ohne größere Schwierigkeiten wieder vom Bach zu kommen. Die Durchfahrten waren arg eng und teilweise nur schwierig zu machen, so dass sich nach dem ersten Kilometer tatsächlich die Gruppe teilte und wir mit ein paar Leuten dann doch lieber zur Straße hochkletterten. Die andere Hälfte der Gruppe kam dann nach 4km und 2,5Std. am Ausstieg an und bestätigte uns in der Entscheidung aufzuhören. Tja, was nun. Eigentlich war geplant, weiter die Insel runter bis nach Bonifazio und dann wieder die Ostküste hochzufahren. Bei einem Café wurde dann aber entschieden, sich wieder auf den Rückweg zu machen, da wir ja immerhin paddeln und nicht an trockenen Flüssen stehen wollten. Dann ging es abends noch “mal eben” wieder zurück Richtung Corte an ein Camp am Golo und am nächsten Tag wurden wir auch direkt für diese Entscheidung belohnt: Der Asco lief! Und der war auch gleich noch eine Stufe sportlicher als alles andere vorher. Von technischen und wuchtigen Katarakten und kleineren und mittleren Stufen wurde uns alles geboten. Die nächsten Tage konnten wir endlich durchgehend paddeln. Am nächsten Tag fuhr eine Hälfte dann zum oberen Asco, den ich dann allerdings für mich schon für zu sportlich hielt. Wir begnügten uns noch mal mit der Tavignano-Schlucht und ließen es uns einen Tag gut gehen, während der Rest mühsam versuchte, ein Boot wieder einzufangen, welches sich bei der Besichtigung der Drosselgasse (WW V) selbstständig gemacht hatte und genüsslich alleine durch die besichtigte Stelle “dümpelte”…

Um uns von den “Strapazen” zu erholen, setzten wir die Schwierigkeiten wieder ein bisschen runter, fuhren an den unteren Golo und versuchten uns an der Barchetta-Schlucht, die ja auch ohne Kraftwerksablaß (der war jetzt übrigens immer Nachts…) paddelbar sein sollte. Der Eingangskatarakt war dann auch noch ganz nett, aber ab hier bekam der Begriff “Drop & Pool” eine ganz andere Bedeutung: Der Pool hörte nämlich gar nicht mehr auf… Die landschaftlich schöne aber WW-technisch recht “ruhige” Strecke wurde nur unterbrochen durch ein äußerst interessantes Wehr und eine – bei unserem Wasserstand – unfahrbare Stelle. Also musste am nächsten Tag wieder was sportlicheres her und da die Auswahl nicht besonders groß war, ging es (alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei…) noch einmal mit dem ganzen Trupp  in die Tavignanoschlucht.

Als der letzte Paddel- und Kurstag anstand, wollten es ein paar mutige noch einmal richtig wissen und probierten ihr Glück am Fium Orbo. Immerhin 1,5 Std. Fahrt auf und es bestand noch das Risiko auch hier kein Wasser vorzufinden. Da ich mich für meinen Teil aber lieber noch nicht in WW-Bereiche um die IV-V begebe und ein gewisser Teil unserer Truppe diesen Nervenkitzel ebenfalls nicht suchten, machten wir uns noch mal einen schönen Tag mit nettem WW auf dem oberen Tavignano und beendeten damit ein paar spannende und wunderschöne Paddeltage.

Hiernach teilte sich die Gruppe auf und jeder erkundete für sich noch ein bisschen der Insel, die so unwahrscheinlich viele tolle Ecken zu bieten hat, so dass wir auf jeden Fall noch einmal hier ansetzen müssen – nicht nur, um noch weitere tolle Bäche zu entdecken.