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Strecke:
- 59 Kilometer Moldau (Tschechien)
- Nach Mündung in Elbe bei Melnik 105 Kilometer tschechische Elbe
- Nach Grenzübergang Tschechien/Deutschland 323 Kilometer deutsche Elbe
Karte von Tschechien im Internet:
Kanuführer:
- DKV-Flussführer
- Wassersport-Wanderatlas Elbe Heft E1: Obere Elbe von Decin bis zur Havelmündung (Jübermann-Kartographie und Verlag)
Tagesetappen:
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Sonntag, 30. Juli
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Prag bis Kralupy, 6 Schleusen
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37 km
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Montag, 31. Juli
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Kralupy bis Steti, 3 Schleusen Pause in Melnik bei Moldaumündung
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37 km
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Dienstag, 1. August
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Steti bis Leitmeritz (Litomerice) 2 Schleusen
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29 km
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Mittwoch, 2. August
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Leitmeritz bis Dolni Zleb; Pause in Aussig (Usti), 2 Schleusen
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60 km
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Donnerstag, 3. Aug.
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Dolni Zleb bis Dresden-Laubegast. Grenzübertritt Tschechien-Deutschland. Pause im Kurort Rathen
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50 km
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Freitag, 4. August
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Pausentag in Dresden
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0 km
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Samstag, 5. August
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Dresden bis Meißen Pause in Radebeul
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32 km
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Sonntag, 6. August
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Meißen bis Mühlberg Pause in Riesa
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46 km
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Montag, 7. August
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Mühlberg bis Fährhaus Pretzsch Pause in Torgau
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58 km
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Dienstag, 8. August
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Fährhaus Pretzsch bis Coswig; Pause in Wittenberg
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50 km
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Mittwoch, 9. August
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Coswig bis Aken; morgens Radtour zum Landschaftspark Wörlitz
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41 km
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Donnerstag, 10. Aug.
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Aken bis Magdeburg; Pause in Schönebeck
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47 km
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Tagesschnitt (11 Tage) 44,3 km; S U M M E:
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487 km
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Faltboote:
- Klepper T 67 (Einer)
- Klepper T 9 (Einer)
- Klepper AE II Expedition (Zweier)
- Klepper AE II Classic (Zweier)
- Pouch RZ 85 (Zweier)
Paddler aus Trier, Koblenz, Ulm, Deggendorf
Zeltplätze gibt es in Tschechien ab Prag nur wenige:
- Prag (Braník und Troja)
- In Roudnice (etwa 10 km nach Steti) soll es einen Zeltplatz o.ä. geben.
- Leitmeritz
- In Decin soll es einen geben (nach dem Schloss rechts); wir haben ihn vom Ufer aus nicht gesehen und die starke Strömung hat uns schnell weitergetrieben.
In Deutschland sieht es ein wenig besser aus. Hier allerdings zelteten wir immer bei Kanu- und Ruderclubs, die allesamt gut und modern ausgestattet sind (DKV-Ausweis mitnehmen, es gibt Ermäßigung!). Einzig in Pretsch beim Fährhaus zelteten wir nochmals wild.
Kraftwerke und Schleusen
An der Moldau gibt es auf 59 Kilometer 7 Schleusen. Die Strömung war daher – auch wegen des Niedrigwassers gleich Null. Etwas besser wird es auf der Elbe, wo es in Tschechien weitere 6 Schleusen gibt. Die letzte ist bei Aussig/Usti und von da an geht es mit kräftiger Strömung weiter. Wir mussten unsere schwer bepackten Kanus übrigens nie umtragen: Man hat uns überall problemlos geschleust.
Schifffahrt
Der Schiffsverkehr ist durchweg spärlich. Gelegentlich trifft man Frachter oder moderne Kabinenschiffe. Rund um Dresden fahren wundervolle historische Personenraddampfer.
Fähren
Sowohl auf der tschechischen als auch auf der deutschen Moldau gibt es zahlreiche Fähren, die tatsächlich zwischen den Ufern “pendeln”: Ein etwa 100 Meter langes, durch Schwimmer an der Wasseroberfläche gehaltenes Drahtseil spannt sich zwischen der Fähre und der festen Pendelachse, welche durch eine gelbe Boje markiert ist und welche sich meist in der Nähe eines Ufers befindet. Dies bedeutet, dass die Fähre die Elbe unpassierbar macht, wenn sie gerade auf der gegenüberliegenden Seite anlegt. Vorsicht: Auch wegen der starken Strömung muss gelegentlich ein paar Minuten gewartet werden, bis die Fähre den Fluss wieder freigibt.
Kleiner Fahrtenbericht
Den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, dessen 250. Geburtstag 2006 ausgiebig gefeiert wird, bringt man in aller Regel mit Salzburg und Wien in Verbindung. Eine ganze Reihe von Kompositionen aber hat er für die böhmische Hauptstadt Prag geschrieben. Seine Oper “Don Giovanni” etwa wurde in Prag uraufgeführt. Die Prager haben ihn vermutlich weit mehr geliebt und seine überragende Größe mehr begriffen als die Wiener.
Daher begann die überwiegend aus Musikern bestehende Paddelgruppe die Tour mit einem Besuch des “Don Giovanni”, im Ständetheater, dem Ort der Uraufführung. Zur Besichtigung der “Goldenen Stadt” ließen wir uns zwei volle Tage Zeit und schauten uns die Kleinseite, das Strahov-Kloster, die Deutsche Botschaft (Lobkowitz-Palais; Beginn der deutschen Einheit 1989), die Burg mit dem Veitsdom, das jüdische Viertel, den Altstädter Ring mit Teynkirche und astronomischer Uhr, das Jugendstil-Konzerthaus, den Wenzelsplatz und vieles andere an.
Musik Prag: W. A. Mozart – Beginn der Don-Giovanni-Ouverture
Den ersten Paddelschlag machten wir also erst am dritten Tag, als wir im Süden der Stadt im Ortsteil Branik beim Campingplatz “Kotva Branik” (Praha 4, U ledáren 55, www.kotvacamp.cz, kotva@kotvacamp.cz) starteten. Der Platz, an dem es auch recht billige Mehrbettzimmer zu mieten gibt, dürfte für Paddler ideal sein:
- Bequeme Anreise für Faltbootfahrer mit der Bahn zum Bahnhof Branik
- Mit der Straßenbahn ist man in einer knappen halben Stunde in der Altstadt.
- Die Preise im Kotva Branik (samt Kneipe, die auch gutes Frühstück macht) sind äußerst günstig.
- Beim Start in Branik beginnt die Fahrt gleich mit einem Highlight: der Durchquerung von ganz Prag.
Bilder von Prag
In der Tat kamen wir trotz frühen Starts erst am Nachmittag an das nördliche Ende der riesigen Stadt. Ziel war Kralupy, wo wir beim Motorbootclub (rechts) unsere Zelte aufschlugen und im vereinseigenen Restaurant ein opulentes Abendessen bekamen.
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